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Exkursion nach Greifswald
Am 21. September 2009 machten wir ( 7 Schülerinnen der 13. Klasse in Begleitung von Frau Leppich ) uns auf den Weg in den sonnigen Norden unseres Landes. Das Ziel: die Hansestadt Greifswald an der Ostsee.
Jene erreichten wir gegen Mittag und mit dem Bus ging es dann weiter in das beschauliche, ungefähr 4 km entfernte Örtchen Wieck. Nicht weit vom dortigen Strand entfernt lag unser endgültiges Ziel, das „Maritime Jugenddorf Wieck“, kurz Majuwi.
Nach einem kurzen Rundgang verstauten wir das Gepäck in unseren Zimmern, die, ausgestattet mit Doppelstockbetten und eigenem Bad (und in denen strenges Rauch-, Ess- und Trinkverbot herrschte!!!), angenehm gemütlich wirkten und begaben uns anschließend zu Fuß auf den Weg nach Greifswald, um an einer Stadtführung teilzunehmen. So entdeckten wir den mittelalterlichen Kern der Stadt, den Dom und die Universität Greifswald, die wir uns etwas später noch genauer anschauten. Nach dieser Entdeckungstour traten wir den Rückweg nach Wieck (der Bus wurde abgelehnt) an, ließen die gewonnenen Eindrücke auf uns wirken und den Tag nach einem schmackhaften Abendessen ausklingen.
Am Dienstag stand ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Universität auf dem Programm.
Doch zuvor erwanderten wir uns den Weg zur Klosterruine Eldena. Von dem ehemaligen Zisterzienser Kloster, das im 12. Jahrhundert errichtet wurde, sind heute nur noch einige Mauern erhalten geblieben, die Caspar David Friedrich im 19. Jahrhundert als Vorlage für eines seiner Werke nutzte.
Am Nachmittag ging es dann zur Greifswalder Uni. Neben allgemeinen Informationen über die Universität selbst erfuhren wir etwas über die verschiedenen Studiengänge, Zulassungsbeschränkungen und Bewerbungsfristen und durften unsere Fragen loswerden. Mit vielen Informationsmaterialien im Gepäck verließen wir die Uni und machten uns voller Vorfreude auf ins lokale Schwimmbad. Ausgestattet mit einem Außenbecken, einer Wasserrutsche und einem Whirlpool war das Spaßbad eine tolle Alternative für alle Badewütigen unter uns, die den Greifswalder Bodden aufgrund seiner Nicht- Whirlpool- Temperatur lieber verschmähten.
Tag 3 brach an, und auch dieser Mittwoch unserer Exkursion versprach ein sehr spannender Tag zu werden. Am Vormittag besichtigten wir die Windmühle in Wieck. Gemeinsam mit den Kindern einer Grundschulklasse lauschten wir den Erklärungen über die Geschichte und die Funktionsweise der Mühle, die zum Getreide mahlen verwendet wurde. Ganz besonders angetan war unsere Gruppe vom Hofhund und den sich in einem kleinen Gehege befindenden Kälbern, die große Freude daran zu haben schienen, Hände abzuschlecken. Nach dieser Begegnung der tierischen Art ging es dann also weiter mit dem Tagesprogramm: der Besuch des Max Planck Institutes für Plasmaphysik. Es erwartete uns ein spannender, interessanter und gut verständlicher Vortrag zum Thema Kernfusion und den Forschungen an Technologien für eine mögliche zukünftige Gewinnung von Energie in Kernfusionskraftwerken. Es folgte ein Rundgang durch das Institut und die Besichtigung eines noch im Bau befindlichen Test Fusionsreaktors. Nach diesem interessanten Einblick in die Welt der Physik ging es zurück in die Greifswalder Innenstadt, um an einer „Hinter den Kulissen“ – Theaterführung teilzunehmen. Wir erfuhren einiges über die Geschichte des Theaters und durften unter anderem einen neugierigen Blick hinter die Bühne, in die theatereigene Schneiderei und die Kleiderkammer werfen.
Am Donnerstag, den vorletzten Tag unserer Reise, begaben wir uns per Zug nach Stralsund, um das Ozeaneum zu besichtigen. Neben verschiedenen Ausstellungen zu den Themen Ostsee und Weltmeere ( Erforschung und Nutzung) gab es außerdem die „Riesen der Meere“ zu bewundern- lebensgroße Nachbildungen von Walen und ihre Rufe, die die Besucher zu hören bekamen. Außerdem gab es Aquarien mit Fischen und anderen Meerestieren aus Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik zu bestaunen.
Nach dieser „ Liebeserklärung an die Meere“ hatten wir bis zum Nachmittag Zeit, die Hansestadt Stralsund auf eigene Faust zu erkunden. Nach einem reichhaltigen Mittagessen ( Fischbrötchen) und einem Spaziergang am Hafen und durch die Gassen der Stadt, in denen es wirklich tolle Läden zu entdecken gibt, war dieser lohnenswerte Ausflug auch schon wieder vorbei. Wir reisten also wieder zurück nach Greifswald um dort unseren letzten Abend dieser Exkursion zu verbringen. Bei Bratwurst vom Grill und Salaten ( zubereitet von der Küchencrew) ließen wir unter anderem den Tag in Stralsund Revue passieren.
Freitag brach an, die Abreise stand bevor und es hieß Abschiednehmen von Wieck und Greifswald. Doch bevor wir uns auf in Richtung Heimat machten, nutzten wir diese letzte Gelegenheit ( der Zug fuhr am Nachmittag ), um die letzten Geheimnisse von Greifswald zu lüften. Ein absolutes Muss ist ein Besuch des botanischen Gartens, der von der Universität betrieben wird. Wir hatten die Gelegenheit, die verschiedenen Pflanzen des Gartens zu entdecken ( besonders interessant: der sogenannte „ Japanische Kuchenbaum“ ) und einen Blick in die Gewächshäuser zu werfen, in denen von den Pflanzen der Tropen, über Wasserpflanzen in kleinen Aquarien bis hin zu einer großen Anzahl von Kakteenarten alles vertreten war, was das Herz eines Botanikers höher schlagen ließ.
So klang die für uns letzte Exkursion aus und mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck brachte uns die Bahn am Nachmittag wieder wohlbehalten zurück nach Guben.
Anja Gebke

Die Dächer von Stralsund

Die Gorch Fock

Im Botanischen Garten

Kernforschungszentrum

Wale im Ozeaneum
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